Am 25. März, 19:00 Uhr, wird im Kino am Markt der Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ gezeigt, im Anschluss wird es ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin Martina Priessner geben. Organisiert wird die Veranstaltung vom DGB-Bildungswerk Thüringen & NSU-Komplex auflösen Jena (Insta). Kommt gerne rum!
Zum Hintergrund des Films: Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung. Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen.
Tickets gibt es direkt beim Kino am Markt. Für Gewerkschaftsmitglieder stehen in begrenztem Umfang Freikarten zur Verfügung. Schreibt dazu bitte eine Mail an info@dgb-bwt.de.
Am 22.07.2011 wurden in der norwegischen Hauptstadt Oslo und auf der

Im Rahmen der Reihe „Politisches Eiscafé“ sind wir am 26.06.2023 zu Gast mit einem einführenden Vortrag zum NSU-Komplex. Wir beleuchten wofür NSU-Komplex besteht, ordnen den abgeschlossenen Prozess in München ein und stellen den Kampf um Erinnerung und Aufarbeit des NSU-Komplexes in Jena dar.
Am 22.7.2016 wurden am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München neun Menschen bei einem rechten, rassistischen und antiziganistischen Anschlag ermordet. Die Tat fand am 5. Jahrestag des rechten Attentats in Oslo und Utøya, Norwegen, statt. Dank des unermüdlichen Kampfs der Angehörigen und Überlebenden wurde der Anschlag mittlerweile als rechter Terror anerkannt. Trotzdem bleibt er oft unerwähnt und ist vielen unbekannt. Es fehlt an größerer Öffentlichkeit beim Erinnern in München und darüber hinaus.